Objekterkennung durch Vergleich mit digitalem Katalog

Astrometrie

Wie geht Astrometrie vonstatten?

Nun, POSEG beschäftigt sich ausschließlich mit der Kleinplanetenastrometrie. Ziel ist es, einen Kleinplaneten zu beobachten, Bilder anzufertigen und anhand dieser Bilder eine möglichst exakte Positionsbestimmung zu erhalten.

Bahnen von Kleinplaneten ändern sich im laufe der Zeit. Die ständige Beobachtung dieser Bahnen ermöglichen zum Einen die Vorhersage von besonderen astronomischen Ereignissen (Bedeckungen), zum Anderen kann eine zuverlässigere Bewertung der Gefährlichkeit der Erde nah kommender Kleinplaneten gemacht werden.

Viele Faktoren gehen in die Bewertung der Qualität einer Positionsbestimmung ein. Um Positionsangaben eines Kleinplaneten weltweit Nutzbar zu machen, sind grundsätzlich mehrere Angaben zu einer Position zu machen:

  • Genaue Positionsangabe (Rektaszension, Deklination)

  • Angabe des verwendeten Koordinatensystems

  • Angabe des verwendeten Sternenkataloges

  • Möglichst genaues Datum (Datum und Uhrzeit, ggf. Sekundengenau)

  • Positionsangabe des Beobachtungsplatzes und dessen Höhe

Liegt ein Bild in digitalem Format vor, können die Positionen der Lichtpunkte durch ein Programm mit den Positionen der Objekte eines vorliegenden digitalen Sternenkatalogs verglichen werden. Das Programm ermittelt Referenzsterne und bestimmt die Abstände des Kleinplaneten zu den umliegenden Sternen und führt so zur Position des Kleinplaneten.

Das Messergebnis kann sodann in einem festgelegten Format per elektronischer Post verschickt werden.

Auf diese Weise werden bekannte Kleinplaneten vermessen und hin und wieder auch noch nicht bekannte Kleinplaneten entdeckt.